Allgemein

  • Coding da Vinci ist ein deutschlandweit einzigartiges Veranstaltungsformat, das darauf zielt, das kreative Potenzial in unserem digitalen Kulturgut sichtbar zu machen und weiter zu entfalten. Vor diesem Hintergrund veranstalten regionale Teams bestehend aus Vertreter*innen von Kulturinstitutionen und Community-Partner*innen (Entwickler*innen, Gamer*innen, Webdesigner*innen, Künstler*innen, Kreative, “offene Datenliebhaber*innen”…) jedes Jahr ein bis zwei Kultur-Hackathons in verschiedenen Regionen Deutschlands.

  • Die Verfügbarkeit von digitalen Kulturgütern verändert die Beziehung zwischen Kultureinrichtungen und kulturinteressierten Nutzern*innen. Wenn digitale Artefakte offen verfügbar und nutzbar gemacht werden, können aus Kulturbetrachter*innen Kulturschaffende werden. Wissen wird dadurch nicht mehr nur aufgenommen, sondern aktiv weiterverbreitet, in neue Kontexte und Anwendungen eingebracht und kann dadurch wachsen – neues Wissen wird geschaffen.

    In unserer vernetzten Welt wird es für alle Kulturinstitutionen zunehmend wichtiger, mit ihren digitalen Besucher*innen zu interagieren und sich Partner*innen in den Creative Tech-Communities zu erschließen. Dafür braucht man auch in den Institutionen ein Verständnis vom Potenzial digitaler Kulturdaten sowie eine Idee, welche Chancen sich durch die digitale Öffnung der Sammlungen bietet und auch welche Herausforderungen damit verbunden sind. Coding da Vinci bietet den Mitarbeiter*innen der Institutionen einen (realen und virtuellen) Raum, um gemeinsam mit ihren digitalen Nutzern*innen zu lernen. Für die technikaffinen Partner*innen bietet sich die Gelegenheit, in Kontakt und in den Austausch mit Kultur- und Wissensinstitutionen zu treten und das Kreativpotential aufzuzeigen, das in Kulturdaten steckt.

  • Ein klassischer Hackathon ist eine Veranstaltung, bei der sich Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten treffen, um gemeinsam Softwareanwendungen zu entwickeln. Der Begriff „Hack“ (englisch für „technischer Kniff“) weist darauf hin, dass es darum geht, auf kreative, experimentelle und ungewöhnliche Weise Herausforderungen praktisch zu lösen. Normalerweise dauern Hackathons im Stile eines „Marathons“ meist nur einen Tag oder ein Wochenende. Beim Kultur-Hackathon Coding da Vinci erstreckt sich die Sprint-Phase zwischen Kick-Off und Preisverleihung über die Dauer von sechs bis zehn Wochen, um den Teilnehmenden und den datengebenden Institutionen mehr Zeit und Raum für Kommunikation und komplexe Gestaltung zu geben.

  • Der Name entstand 2013 im Team der Gründer*innen (Deutsche Digitale Bibliothek, digiS, Open Knowledge Foundation Deutschland, Wikimedia Deutschland). Ausgedacht hat ihn Barbara Fischer (damals Wikimedia). Er verbindet für uns die beiden Communities, die Coding da Vinci ausmachen: Code und Kultur.

  • Seit Beginn 2019 wird Coding da Vinci im Programm Kultur Digital der Kulturstiftung des Bundes gefördert. Zudem steuern auch die Gründungspartner digiS, Deutsche Digitale Bibliothek, und Wikimedia Deutschland eigene Mittel bei. Zuvor finanzierte sich das Projekt ausschließlich aus Eigenmitteln und Sachleistungen der Gründungspartner sowie in nicht unerheblichem Maße aus dem Engagement der regionalen Veranstaltungsteams. Auch heute beteiligen sich Regionalveranstalter – zusätzlich zur Förderung durch die Kulturstiftung des Bundes – finanziell an der Umsetzung des Coding da Vinci-Hackathons oder werben dazu Drittmittel ein.

  • Die Coding da Vinci-Geschäftsstelle mit Sitz an der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt am Main ist für die bundesweite Koordination zuständig. Ansprechpersonen in der Geschäftsstelle:

    Philippe Genêt, Projektkoordinator
    +49 69 1525-1847, philippe [at] codingdavinci.de

    Ilias Kyriazis, Datenmanagement & Entwicklung
    +49 69 1525-1846, ilias [at] codingdavinci.de

    Andrea Lehr, Verwaltung & Finanzen
    +49 69 1525-1845, andrea [at] codingdavinci.de

    Die einzelnen Regionalhackathons werden von Veranstalterteams vor Ort organisiert, in Abstimmung mit der Geschäftsstelle. Die Gründungspartner sind im Hintergrund aktiv und steuern zusammen mit der Geschäftsstelle die strategische Ausrichtung von Coding da Vinci.

  • Nein. Die teilnehmenden Hacker*innen, Coder*innen, Designer*innen etc. entwickeln ihre Projekte ehrenamtlich und in ihrer Freizeit. Darum ist es für datengebende Institutionen bei Coding da Vinci auch nicht möglich, Anwendungen ausschließlich nach ihren Wünschen in Auftrag zu geben.
    Eine (bezahlte) Zusammenarbeit zwischen Teilnehmenden und Institutionen nach dem Hackathon ist selbstverständlich möglich.

Teilnehmer*innen

  • Du solltest Dich (zumindest ein wenig) mit Technik auskennen und richtig viel Lust haben, Apps, Websites, VR/AR-Umsetzungen, Installationen oder was Deine Vorstellungskraft sonst noch hervorbringt, zu realisieren.
    Programmierkenntnisse sind nicht unbedingt nötig, denn bei Coding da Vinci ist jede*r eingeladen, seine/ihre individuellen Talente und Fähigkeiten einzubringen.

  • Schon vor dem Kick-Off stellen wir so viele Datensätze wie möglich auf der Coding da Vinci-Website online. Du kannst also bereits im Vorfeld des Hackathons auf die Suche nach für Dich spannenden Daten gehen. Oder schau doch Dich doch mal in den Projekten und Datensätzen der Vorjahre um.

    Für die Teilnahme an Kick-Off und Sprint solltest Du Dich auf der Eventseite registrieren, und bereit sein offene Kulturdaten zu verwenden, Dein/Euer Projekt bei der öffentlichen Preisverleihung vorzustellen und Dein/Euer Projekt unter einer freien Lizenz (z.B. Open Source oder Open Definition) zu veröffentlichen.

  • Du investierst so viel Zeit und Engagement wie Du kannst und möchtest. Coding da Vinci bietet Dir die Chance, mit Kulturinstitutionen und ihren Daten in Kontakt zu kommen und in Zusammenarbeit mit ihnen den Zugang zu unserem Kulturerbe neu zu erfinden. Den Rest bestimmst Du!

  • Lust darauf, mit anderen in einem Team zusammenzuarbeiten und einen freien Kopf für viele neue Ideen. Am besten Du bringst Deinen Laptop oder alle Hard- und Software, mit der Du gerne arbeitest auch gleich mit. Für ein fettes W-LAN sorgen wir.

  • Es gibt eine Preisverleihung und die besten Projekte werden in unterschiedlichen Kategorien (z.B. “most technical”, “most useful”, “best design”, “funniest hack” und “everybody’s darling”) prämiert. Die Preise sind immer Sachpreise - oftmals besondere Preise, die du für kein Geld der Welt kaufen könntest. Geldpreise gibt es bei Coding da Vinci nicht.

  • An finanziellen Kosten kommen Fahrtkosten und ggf. Aufwendungen für Übernachtungen auf Dich zu. Bei den Kick-Offs, Meet-ups und Preisverleihungen ist für Essen und Getränke gesorgt.

  • Je nach finanzieller Ausstattung der Hackathons vor Ort kann es Reisekostenzuschüsse geben. Wende Dich dazu an das jeweils zuständige Regionalteam (Kontakt unter der jeweiligen Eventseite).

  • Bitte schaue dazu auf den regionalen Veranstaltungsseiten nach und wende Dich an das regionale Veranstaltungsteam oder an die Geschäftsstelle: info [at] codingdavinci.de.

  • Nachdem beim Kick-Off die Kulturinstitutionen ihre Datensets in der “One-Minute-Madness” präsentiert haben, gibt es bei Snacks und Getränken ausreichend Zeit, jene Mitstreiter*innen zu finden, die sich für dieselben Daten interessieren. Manchmal werden vor Ort Treffpunkte zu den einzelnen Datensets angeboten, mal gibt es farbige Karten oder Ballons die hochgehalten werden, um sich zu finden. Wenn sich schon erste Projektideen und die entsprechenden Teams herauskristallisieren, könnten diese sich kurz auf dem Podium präsentieren - auch so können auch ggf. noch fehlende Positionen im Team besetzt werden. Auch für jene, die nicht beim Kick-Off sein können oder die sich erst später entscheiden, an einem Projekt zu arbeiten, gibt es die Möglichkeit nachträglich einzusteigen. Achtet dann auf entsprechende Hinweise auf der jeweils aktuellen Eventseite, z.B. Links zum Hackdash o.ä..

  • Viele Kulturinstitutionen stellen eigens für Coding da Vinci erstmalig Teile ihrer digitalisierten Bestände offen zur Verfügung. Beschreibungen dieser Datensets und Links zu allen Mediendateien und Metadaten findest du in unserem Datenportal. Alle Projekte, die bei Coding da Vinci entstehen müssen mindestens ein Datenset verwenden, das für den jeweiligen Regionalhackathon zur Verfügung gestellt wurde. Ist diese Bedingung erfüllt, können zusätzlich natürlich beliebig viele weitere Datensets zum Einsatz kommen – seien es ältere Coding da Vinci-Daten oder offene Daten aus anderen Quellen.

  • Als offene Daten – gemäß der Open Definition – gelten Daten, auf die jede*r frei zugreifen, sie nutzen, verändern und teilen kann – eingeschränkt höchstens durch Maßnahmen, die ihren Ursprung und ihre Offenheit bewahren. Wir sorgen dafür, dass die Daten bei Coding da Vinci nach der o.g. Definiton offen und eindeutig als solche gekennzeichnet, d.h. lizenziert sind. So ist es dir als Teilnehmer*in erlaubt, diese Daten rechtssicher zu verarbeiten, zu verändern oder sie mit anderen Daten zusammenzuführen. Und damit das gut funktioniert, stellen die Datengeber ihr Material in höchstmöglicher Qualität und in einem möglichst verbreiteten maschinenlesbaren Format bereit.

  • Offene Lizenzen erlauben die freie Nachnutzung von (digitalisierten) Werken. Mit den weithin und international gebräuchlichen Creative Commons (CC)-Lizenzen können Bilder, Texte, Videos und Audio-Inhalte einfach und rechtssicher für die Nachnutzung freigegeben werden. Die Nutzungsmöglichkeiten können unterschiedlich stark eingeschränkt werden.

    Bei Coding da Vinci sind folgende CC-Lizenzen erlaubt:

    • CC0 (keine Einschränkung der Nutzung)
    • CC BY (Namensnennung, d.h. der/die Rechteinhaber*in muss genannt werden)
    • CC BY-SA (Namensnennung, Weitergabe unter gleichen Bedingungen, d.h. Nutzer*innen müssen das Folgewerk unter die gleiche Lizenz stellen)

    Ebenfalls erlaubt ist die Nutzung der Public Domain Mark. Hierbei handelt es sich nicht um eine Lizenz. Der Begriff beschreibt, dass ein Werk als frei von bekannten urheberrechtlichen Einschränkungen identifiziert wurde, einschließlich aller verwandten Schutzrechte (gemeinfrei).

Kulturinstitutionen

  • Kulturinstitutionen kommen bei Coding da Vinci vor allem als Datengeber ins Spiel. Sie stellen ihre Kulturdaten unter offenenen Lizenzen zur Verfügung, und die teilnehmenden Coder*innen, Gamer*innen, Designer*innen und alle sonstigen kreativen Köpfe entwickeln auf Basis dieser Daten innovative und häufig auch überraschende Anwendungen. Wenn Sie Interesse haben, als Datengeber mit daei zu sein, melden Sie sich beim Regionalveranstalterteam eines Hackathons in Ihrer Nähe (siehe "Events").

    Auch in den regionalen Veranstaltungsteams sind Kulturinstitutionen vertreten, hier treten sie (zusätzlich) in organisatorischer Funktion auf. Bei Interesse wenden Sie sich gerne an die Geschäftsstelle (info [at] codingdavinci.de)

  • Coding da Vinci ist ein Veranstaltungsformat, das Sie in direkten Kontakt mit Vertreter*innen der Creative Tech-Communities bringt. Hier erleben Sie aus erster Hand wie Digitalität funktioniert und was mit dem Kulturerbe, das Ihr Haus bewahrt und vermittelt, heute möglich ist oder sein könnte. Sie sammeln Argumente für die Bereitstellung offener Daten und Ideen für die Ansprache neuer Zielgruppen – und Sie bekommen eine noch bessere Vorstellung davon wie Ihre Besucher*innen “ticken”. Abgesehen davon gewinnen Sie konkretes Know-how rund um die Öffnung, Bereitstellung und Präsentation Ihrer digitalen Bestände.

  • Für Kulturinstitutionen beginnt der Hackathon mit einer intensiven Beratungsphase, in der die Regionalveranstalter*innen und die Coding da Vinci-Geschäftsstelle gemeinsam mit den Institutionen geeignete Datensets identifizieren, aufbereiten und deren Präsentation besprechen.

    Der Hackathon selbst beginnt mit dem Kick-Off. Hier präsentieren die datengebenden Kulturinstitutionen ihre Datensets den Teilnehmenden. Während dieses Events entscheiden sich die meisten Teilnehmer*innen für ein Projekt, an dem sie mitprogrammieren oder das sie mitgestalten möchten. In der folgenden mehrwöchigen Sprintphase wächst die Idee zur App, dem Spiel, der Installation, kurz dem Projekt, das realisiert werden soll. Der Sprint endet mit der Preisverleihung, bei der alle Projekte öffentlich präsentiert und die gelungensten Anwendungen in verschiedenen Kategorien prämiert werden.

  • Die regionalen Veranstaltungsteams und die Geschäftsstelle von Coding da Vinci unterstützen und beraten Sie mit Vorabgesprächen und Workshops bei der Auswahl, Aufbereitung und Präsentation geeigneter Datensets. Je nach regionaler Ausrichtung gibt es so genannte “Onboarding”- und/oder “Prepare your Data-Workshops” sowie Vorträge zum guten Gelingen von Präsentationen vor Publikum.

    Seien Sie sich bewusst, dass die Teilnahme als datengebende Institution ein gewisses Commitment voraussetzt. Sowohl die Vorbereitung als auch die Sprintphase – die Zeit zwischen Kick-Off und Preisverleihung – bedeuten Zeitaufwand. Doch der lohnt sich!

  • Grundsätzlich alle! Wichtig ist, dass ihre Daten in hoher Qualität vorliegen, einheitlich sind und maschinenlesbar – und dass neben Mediendateien auch beschreibende Daten, die Metadaten, vorhanden sind.

    Doch selbst, wenn Ihnen all das überhaupt nichts sagt, lohnt sich eine Teilnahme als Datengeber bei Coding da Vinci. Denn hier lernen Sie mehr über das Thema Digitalisierung – durch die Beratung der Regionalveranstalter*innen und der Coding da Vinci-Geschäftsstelle, aber auch im Austausch mit anderen Institutionen.

  • Daten müssen maschinenlesbar sein, damit sie auf einem Hackathon eingesetzt werden können. Als leicht lesbare Formate haben sich JSON (JavaScript Object Notation) und CSV (Comma Separated Values) etabliert.

    Ideal sind auch z.B. LIDO für Museen, EAD für Archive, METS/MODS, etc. Bilddateien sollten min. 300 dpi beinhalten und einzeln in den üblichen Formaten wie TIFF, PNG, JPEG oder GIF vorliegen, nicht als PDF oder Word-Dokument. Videodateien können als MP3 oder WAV und Audiodateien als MPG, MP4 sowie im AVI-Format zur Verfügung gestellt werden.

  • Kulturinstitutionen, die keine eigene Anlaufstelle für technische Fragen im Haus haben, können sich vom regionalen Veranstaltungsteam und/oder von der Geschäftsstelle Coding da Vinci beraten lassen.

  • Coding da Vinci stellt für ambitionierte Museen, Bibliotheken, Archive, Gedenkstätten und wissenschaftliche Sammlungen eine einzigartige Gelegenheit dar, im Dialog mit enthusiastischen und technikaffinen Kulturbegeisterten die eigenen digitalen Bestände aus anderer Perspektive zu betrachten, aktuelle Fragen an vertraute Objekte zu stellen, neue Zielgruppen und Interessierte kennenzulernen und natürlich Förder*innen für das digitale kulturelle Erbe zu gewinnen.

    Doch selbst für den Fall, dass Ihre Daten nicht in einer Anwendung zum Einsatz kommen sollten, sammeln Sie viel Erfahrung beim Öffnen, Bereitstellen und Präsentieren Ihrer digitalen Bestände, tauschen sich mit Vertreter*innen anderer Kulturinstitutionen aus und lernen interessante und kreative Menschen aus der Technikwelt und deren Blick auf Kulturdaten kennen. Und schon allein dafür lohnt sich die Teilnahme an Coding da Vinci!

  • Die Teilnahme an einem Hackathon bindet vor allem zeitliche und personelle Ressourcen. Hinzu kommen möglicherweise die Kosten für die Digitalisierung der Inhalte (falls sie nicht schon digitalisiert vorliegen), die aber allein der Institution obliegen. Hinzukommen können ggf. Reisekosten für den/die Repräsentant*in der Kulturinstitution kommen.

  • Als offene Daten – gemäß der Open Definition – gelten Daten, auf die jede*r frei zugreifen, sie nutzen, verändern und teilen kann – eingeschränkt höchstens durch Maßnahmen, die ihren Ursprung und ihre Offenheit bewahren.

    Offene Daten müssen als solche eindeutig gekennzeichnet, d.h. lizenziert sein. Nur so ist es den Nutzer*innen erlaubt, diese Daten rechtssicher zu verarbeiten, zu verändern oder sie mit anderen Daten zusammenzuführen. Das wiederum funktioniert nur, wenn die Daten in höchstmöglicher Qualität und in einem möglichst verbreiteten maschinenlesbaren Format bereit stehen.

  • Offene Lizenzen erlauben die freie Nachnutzung von (digitalisierten) Werken. Mit den weithin und international gebräuchlichen Creative Commons (CC)-Lizenzen können Bilder, Texte, Videos und Audio-Inhalte einfach und rechtssicher für die Nachnutzung freigegeben werden. Die Nutzungsmöglichkeiten können unterschiedlich stark eingeschränkt werden.

    Bei Coding da Vinci sind folgende CC-Lizenzen erlaubt:

    • CC0 (keine Einschränkung der Nutzung)
    • CC BY (Namensnennung, d.h. der/die Rechteinhaber*in muss genannt werden)
    • CC BY-SA (Namensnennung, Weitergabe unter gleichen Bedingungen, d.h. Nutzer*innen müssen das Folgewerk unter die gleiche Lizenz stellen)

    Ebenfalls erlaubt ist die Nutzung der Public Domain Mark. Hierbei handelt es sich nicht um eine Lizenz. Der Begriff beschreibt, dass ein Werk als frei von bekannten urheberrechtlichen Einschränkungen identifiziert wurde, einschließlich aller verwandten Schutzrechte (gemeinfrei).

  • Die Einschränkung "non commercial" (NC-Lizenz) wird oft aus der Befürchtung heraus verwendet, dass Kulturerbe durch Kommerzialisierung entwertet oder in falsche Kontexte gebracht werden könnte. Doch häufig hat die Verwendung dieser Lizenz unerwünschte Nebenwirkungen.

    Ein Beispiel: NC-lizenzierte Bilder können nicht in einem Buch abgedruckt werden, das von einem Verlag publiziert wird, etwa in einem Ausstellungskatalog. Denn der Verlag verfolgt durch den Verkauf des Buches wirtschaftliche Interessen – selbst wenn durch den Erlös lediglich die Kosten gedeckt und keine Gewinne erwirtschaftet werden. Auch die kommerzielle Nutzung durch den/die Rechteinhaber*in selbst ist dann verboten (z.B. als Postkarte oder Plakat im Museumsshop).

    Oft hilft die – bei Coding da Vinci erlaubte – Einschränkung "share alike" (SA) bei der Vermeidung kommerzieller oder sinnentstellender Nutzung viel besser und zielgenauer. Ausführliche Informationen zu Folgen, Risiken und Nebenwirkungen der NC-Lizenz finden Sie in dieser Publikation.

    Ein beim Hackathon entstandenes Projekt kann im Rahmen einer Kommerzialisierung für die datengebende Institution interessant sein – angefangen bei künstlerischen Umsetzungen, die in z.B. in Museums-Shops oder im Rahmen von Städte-Marketing verkauft werden, bis hin zu technischen Entwicklungen, die für andere Kultureinrichtungen, Unternehmen oder private Nutzer*innen attraktiv sein können. Dabei kann – bei Namensnennung des/der Rechteinhaber*in – auch ein positiver, öffentlichkeitswirksamer Effekt für die datengebende Institutionen entstehen.

  • Das Spannende an Coding da Vinci ist was sich aus der spontanen Zusammenarbeit der kreativ-technikaffinen Community mit den Datengeber*innen ergibt – der frische, der andere Blick der Teilnehmenden auf Ihre Daten. Die Coder*innen, Designer*innen und Kreativen bringen in aller Regel ihre eigenen, interessanten und überraschenden Ideen in den Hackathon ein. Es spricht zwar nichts dagegen, dass auch die datengebenden Kulturinstitutionen ihre Ideen formulieren, eine Umsetzung dieser Idee kann aber weder verlangt noch garantiert werden.

  • Ja, beides ist grundsätzlich möglich. Sprechen Sie dazu am besten direkt mit dem regionalen Veranstaltungsteam. Zudem ist es auch möglich, mehrfach mit demselben Datenset an Coding da Vinci teilzunehmen, d.h. es persönlich beim Kick-Off zu präsentieren. Grundsätzlich stehen den Teilnehmenden nicht nur die aktuellen Datensets eines Hackathons, sondern zusätzlich auch alle Daten aus dem Kulturdaten-Archiv von Coding da Vinci zur Verfügung.

Regionale Veranstalter*innen

  • Gut wäre es, bei einem Hackathon in einer anderen Region dabei zu sein und zu erleben wie viel Arbeit und Engagement, aber auch Spaß und Kommunikation in so einer Veranstaltung steckt. Dann gilt es, mit der Geschäftsstelle Kontakt aufzunehmen: info [at] codingdavinci.de (). Hier gibt es weitere Informationen wie z.B. einen Leitfaden für die Bewerbung. Über die Vergabe eines regionalen Hackathons wird ein Jahr im Voraus entschieden. Die Bewerbungsfrist für das Frühjahr 2022 endet am 19. März 2021. Dies ist zugleich die letzte Chance für die Ausrichtung eines Coding da Vinci-Hackathons im Rahmen der Förderung durch die Kulturstiftung des Bundes.

  • In der Vorbereitung eines regionalen Hackathons stecken viel Zeit und Arbeit, Sie sollten also u.a. damit rechnen, dass eine Teilzeitstelle etwa für die Dauer von neun Monaten für die Organisation zu besetzen sein wird. Auch muss der Hackathon von mehreren Institutionen und Einzelpersonen getragen werden, die im regionalen Veranstaltungsteam zu gleichen Teilen aus den Kultureinrichtungen und den Open Data- und Creative Tech-Communities kommen sollten. Nähere Informationen finden Sie im Leitfaden für die Bewerbung, den Sie bei der Coding da Vinci-Geschäftsstelle anfordern können (info [at] codingdavinci.de).