Die Einschränkung "non commercial" (NC-Lizenz) wird oft aus der Befürchtung heraus verwendet, dass Kulturerbe durch Kommerzialisierung entwertet oder in falsche Kontexte gebracht werden könnte. Doch häufig hat die Verwendung dieser Lizenz unerwünschte Nebenwirkungen.

Ein Beispiel: NC-lizenzierte Bilder können nicht in einem Buch abgedruckt werden, das von einem Verlag publiziert wird, etwa in einem Ausstellungskatalog. Denn der Verlag verfolgt durch den Verkauf des Buches wirtschaftliche Interessen – selbst wenn durch den Erlös lediglich die Kosten gedeckt und keine Gewinne erwirtschaftet werden. Auch die kommerzielle Nutzung durch den/die Rechteinhaber*in selbst ist dann verboten (z.B. als Postkarte oder Plakat im Museumsshop).

Oft hilft die – bei Coding da Vinci erlaubte – Einschränkung "share alike" (SA) bei der Vermeidung kommerzieller oder sinnentstellender Nutzung viel besser und zielgenauer. Ausführliche Informationen zu Folgen, Risiken und Nebenwirkungen der NC-Lizenz finden Sie in dieser Publikation.

Ein beim Hackathon entstandenes Projekt kann im Rahmen einer Kommerzialisierung für die datengebende Institution interessant sein – angefangen bei künstlerischen Umsetzungen, die in z.B. in Museums-Shops oder im Rahmen von Städte-Marketing verkauft werden, bis hin zu technischen Entwicklungen, die für andere Kultureinrichtungen, Unternehmen oder private Nutzer*innen attraktiv sein können. Dabei kann – bei Namensnennung des/der Rechteinhaber*in – auch ein positiver, öffentlichkeitswirksamer Effekt für die datengebende Institutionen entstehen.