Das Besondere an Coding da Vinci


Coding da Vinci - Westfalen Rhurgebiet 2019

Bei Coding da Vinci haben die Teilnehmenden – im Unterschied zu klassischen Hackathons – deutlich mehr Zeit für die Entwicklung von Softwareanwendungen. Sechs bis zehn Wochen stehen dafür in der Regel zur Verfügung. Zeit, um Brücken zwischen den oft getrennten Welten kreativer Technologieentwicklung und institutioneller Kulturbewahrung zu bauen, um voneinander zu lernen und miteinander aktiv zu werden. Diese Sprint-Phase wird eingeleitet durch eine zweitägige Kick-Off-Veranstaltung, während der die Institutionen den Teilnehmenden ihre Daten präsentieren, mit ihnen Ideen entwickeln und Teams bilden. Aus diesen Ideen erstellen die Projektteams in den darauffolgenden Wochen funktionierende Prototypen, die in der Abschlussveranstaltung der Öffentlichkeit präsentiert werden. Die besten, außergewöhnlichsten, witzigsten und technisch ausgefeiltesten werden prämiert.

Kick-Off

Präsentation der Daten, Workshops und Kennenlernen

Sprint

Sechs bis zehn Wochen Zeit für die Projektentwicklung

Preisverleihung

Präsentation aller Projekte und Preisverleihung


Was mit Kulturdaten möglich ist

Im Rahmen von Coding da Vinci haben bisher rund 2000 Teilnehmer*innen mehr als 100 digitale Kulturanwendungen entwickelt und dafür über 190 Datensets von etwa 118 Kulturinstitutionen genutzt. Die digitalen Projekte zeichnen sich durch eine bemerkenswerte Vielfalt und hohe technische Expertise aus. Hier einige Beispiele:

Mobile Apps:

  • zzZwitscherwecker: Ein Wecker, der jeden Morgen einen anderen Vogelgesang abspielt und sich nur ausschalten lässt, indem man den zum Gesang passenden Vogel identifiziert.
  • Zeitblick: Eine App, die Selfies analysiert und nach historischen Doppelgängern in den Fotoarchiven des Museums für Kunst und Gewerbe Hamburg sucht.

Websites mit Storytelling, Karten oder interaktive Darstellungen:

  • Wiederaufbau Ost-Berlin: Eine über Smartphone navigierbare Seite, die Archivmaterialien aus diversen Quellen kombiniert und daraus die Zukunftsvision der DDR-Regierung für die Hauptstadt rekonstruiert.
  • ((Hier muss noch eine zweite Website hin.))

Augmented-Reality-Anwendungen und Hardwareprojekte:

  • ((Hier muss noch ein Augmented-Reality-Projekt ergänzt werden.))
  • Cyberbeetle: Ein robotischer Nachbau des Chalcosoma-Atlas-Käfers, der heute im Museum für Naturkunde Berlin ausgestellt ist und über ein eigenes interaktives Heimkino von der Natur inspirierte Musikvideos genießt.
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Boris C., Teilnehmer CdV Nord

"Am Hackathon teilzunehmen hat riesigen Spaß gemacht und mich sehr inspiriert, und über den Wettbewerb hinaus auch viele wertvolle Kontakte gebracht."

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Anja Hausmann, Teilnehmerin von Coding da Vinci Süd 2019

"Diese Bilder sind viel zu schön, um nur im Museum zu verbleiben. Das Ausgangsmaterial war so super, dass wir gar nicht aufhören wollten, immer mehr Material und Informationen einzusammeln."

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Ruth Rosenberger, Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, CdV-Partner 2015

"Für uns war die Teilnahme an Coding da Vinci sehr positiv. Ich bin wirklich beeindruckt vom hohen Niveau der Projekte. Spannend war die Zusammenarbeit mit einem jungen, interdisziplinären Team, das mit einem frischen Blick auf die Fotos aus unserer Sammlung geschaut hat. Sie haben mit ihrer Webseite www.bilder-der-revolte.de gezeigt, wie viel man in zehn Wochen schaffen, welche Konzept man entwerfen kann, aber auch welche Technikkompetenz dazu notwendig ist. Ein modernes Museum muss auch seinen Platz im Netz einnehmen. Das ist eine wichtige Aufgabe, um die es für uns bei Coding da Vinci geht. Der Kultur-Hackathon hilft uns, neue Möglichkeiten zu entdecken."

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Sandra T., CdV-Teilnehmerin 2015

"Für mich war es ja das erste Mal. Grundsätzlich war das eine tolle Erfahrung, die ich jedem, der kreativ arbeitet, empfehlen könnte."

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Luis Moßburger und Katrin Krumpholz, Teilnehmende von Coding da Vinci Süd 2019

"Toll, dass sich Bibliotheken und andere Institutionen endlich trauen, ihre Daten frei zugänglich zu machen und somit auch als Kulturinstitutionen viel stärker wahrgenommen werden."

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Philip Gorki, Berlinische Galerie, CdV-Partner 2014/15

"Die Anforderungen von Entwicklern erfordern Zeit und Ressourcen, die erst einmal aufgebracht werden müssen. Hier haben wir nicht nur gutes Feedback der Entwickler bekommen, sondern auch tolle Ergebnisse. Das ist eine gute Möglichkeit für Institutionen, um in der digitalen Welt sichtbar zu bleiben."

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 Martin Reisacher, Landesarchiv Baden-Württemberg, CdV-Partner 2014/15

"Zwei Tage Hackathon waren eine sehr schöne Erfahrung. Man kann den Einrichtungen wirklich nur raten, nicht nur zum Daten vorstellen zu kommen, sondern die zwei Tage zu nutzen. So viele Inputs bekommt man selten in so kurzer Zeit."

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Eric W., Teilnehmer CdV 2014/15

"Vielen Dank für die tolle Organisation und das Event allgemein. Das ist der Hackathon der wirklich Spaß macht, weil mal kein Business, sondern Kultur im Vordergrund steht – einfach klasse."

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Brigitte Döllgast, Leiterin des Bereichs Bibliotheken in der Zentrale des Goethe-Instituts in München

"Ich bin jetzt schon gespannt auf die nächsten Kultur-Hackathons. Der CdV-Süd war wirklich phantastisch organisiert und das Format wird von Mal zu Mal besser und interessanter. Besonders freue ich mich, dass wir den Coding da Vinci-Ansatz im Jahr 2020 auf die internationale Bühne bringen können. Im Augenblick planen wir Kultur-Hackathons in Brasilien, Indonesien und einem Land der Region Subsahara-Afrika."

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Sebastian Ruff, Stiftung Stadtmuseum Berlin, CdV-Partner 2014/15

"Was ich mitnehme? Ich fasse das Thema Offene Daten nun anders an, statt auf eine allumfassende Strategie für das ganze Haus zu warten, versuche ich Kuratoren einzeln anhand von Projekten zu überzeugen. Die Projekte und Erfolge sprechen doch für sich! So hoffe ich, immer mehr KollegInnen im Stadtmuseum mit der Idee Coding da Vinci anzustecken. Mit dem Projekt Rolling Stone haben wir auf jeden Fall die Kollegin aus der Geologischen Sammlung von den Chancen einer Zusammenarbeit mit externen Partnern überzeugt. Dass Rolling Stone dabei ein Preis gewonnen hat, kann sicher auch nicht schaden. Mein Fazit: Museen können vor vielen Sachen Angst haben, aber nicht vor Coding da Vinci."

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Anne Mühlich und Gerd Müller, Teilnehmende von Coding da Vinci Süd 2019

"Nächste Woche ist Europa-Wahl. Unser Ziel ist, dass sich vor allem Leute unter 40 Jahren über den spielerischen Umgang mit den Fotos aus dem Willy Pragher-Archiv mit der europäischen Idee auseinandersetzen. Das kann eine tolle Motivation sein, kommenden Sonntag wählen zu gehen."

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Julian Schulz und Stefanie Schneider, Teilnehmende von Coding da Vinci Süd 2019

"Wir wollen unser Projekt langfristig sichtbar und nachnutzbar machen. Sämtliche Abbildungen der Speisekarten sowie die im Projekt entstandenen Daten werden im Forschungsdatenrepositorium der Ludwig-Maximilians-Universität München (OpenData LMU) dauerhaft und mittels einer DOI eindeutig referenzierbar abgelegt."

"Das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg wurde 1877 eröffnet, um zu neuen kreativen Schöpfungen zu inspirieren und um Wissen weiterzugeben. Die freie Weitergabe von Daten und Mediendateien der digitalisierten Sammlungsobjekte erweitert unseren Gründungsauftrag nun in den digitalen Raum. Wir freuen uns ganz besonders, dass durch Coding da Vinci Nord diese Mission unterstützt wird, und aufgezeigt wird, welche Potenziale unser gemeinsames kulturelles Erbe für kreative Prozesse, Lernen und Innovation bietet."

"Nach den positiven Erfahrungen aus unserer Teilnahme 2015 in Berlin haben wir nicht gezögert, auch bei Coding da Vinci Nord mitzumachen. Was kann uns Besseres passieren, als dass Kreative mit bei uns archiviertem Kulturgut voller Enthusiasmus Neues schaffen?"

Noch Fragen?

Wenden Sie sich gerne an unsere regionalen Ansprechpartner oder direkt an:

Email:codingdavinci [at] zib.de
Telefon: +49 30 219 158 26-0

 

Häufig gestellte Fragen