Bild
Symbolbilder der drei mit Coding da Vinci-Stipendien ausgezeichneten Projekte
,
Namensnennung
Coding da Vinci
,
Lizenz

Drei Stipendienprojekte für CdV Nieder.Rhein.Land 2021

Die Expertenjury hat getagt und insgesamt vier Stipendien an Projekte vergeben, die aus dem Kultur-Hackathon CdV Nieder.Rhein.Land 2021 hervorgegangen sind. Mit Unterstützung der von der Kulturstiftung des Bundes geförderten Stipendien kann in den kommenden Monaten an drei Prototypen weitergearbeitet werden.

Die bei jedem Hackathon wechselnde und von der Kulturstiftung des Bundes, den Coding da Vinci-Gründer*innen sowie dem regionalen Veranstaltungsteam ausgewählte Jury war besetzt mit:

Bild
Zwei Männer und ein Frau vor ihren Webcams diskutieren miteinander
Die Jury bei ihrer virtuellen Sitzung
Namensnennung
Coding da Vinci
,
Lizenz

Fabian Beiner, kreativ, neugierig und digital. Er arbeitet als „Creative Technologist“ im Bereich der Innovation bei der STAR COOPERATION GmbH in Berlin.

David Weigend, Leiter des Bereichs Bildung und Partizipation am Futurium in Berlin. Seine Leidenschaft ist die Entwicklung neuer Lern- und Interaktionsformate.

Julia Kern, QA Engineer bei 365FarmNet, mag OpenSource und OpenData nicht nur für Landwirtschaft und Verkehrssimulationen wie MATSim.

Die aktuellen Projekte unterstreichen einmal mehr die vielfältigen Ansätze, mit denen Coding da Vinci-Teilnehmer*innen an die zur Verfügung gestellten Datensets herangehen.

Bild
Historisches Papiertheater mit Moden und Möbeln des 19. Jahrhunderts
So könnte das Papiertheater mit Abbildungen aus dem "Bazar" aussehen.
Namensnennung
Frank Horlitz
,
Lizenz

 

So hat das zweiköpfige Team um den „Bilderbazar“ sich vorgenommen, Abbildungen in der historischen Zeitschrift „Der Bazar“, einer in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts populären „Damen-Zeitung“, mithilfe von Machine Learning aus dem Datenset zu extrahieren und mit Meta-Daten zu versehen. Diese Projektperspektive ist vor allem für die Forschung interessant. In einem zweiten, für größere Zielgruppen ansprechenden Entwicklungsschritt soll es möglich sein, die automatisch freigestellten Abbildungen von Mode, Möbeln und Accessoires in ein virtuelles Papiertheater zu projizieren.

Auf diese Weise kann man sich eine genauere Vorstellung der Lebensumstände in der bürgerlichen Gesellschaft während des Erscheinungszeitraums des Magazins verschaffen. „Lebendiger hat man Papier nie erlebt!“, kommentiert die Jury.

Bild
Zwei Handys schweben gegenläufig diagonal vor weißem Hintergrund.
Mit den "Karten für Zeitreisende" lassen sich historische Städtetouren organisieren.
Namensnennung
Constantin Litvak
,

 

Die mobile App „Karten für Zeitreisende“ stellt Informationen und Bildmaterial zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt Köln in Form von Tourenkarten zusammen. Die Routen geben interessierten Kölner*innen und Stadttouristen einen digitalen, interaktiven und individuellen Reiseführer an die Hand. Ein niedrigschwelliges Content-Management-System soll den Kultur- und Gedächtnisinstitutionen das einfaches Einspeisen und Aktualisieren der von Ihnen zur Verfügung gestellten Daten erlauben. Die Jury zeigte sich begeistert über den OpenSource-Ansatz. Der Anwendung in anderen Städten steht nichts entgegen.

Bild
Zeichnung mit einem schnauzbärigen Mann mit Brille im Vordergrund
Eine neue Art der Visualisierung soll im Projekt "Pallenberg-Dias" erreicht werden.
Namensnennung
Pia Mennemeier
,
Lizenz

 

Die Verbindung zwischen VR-Erlebnis und Illustration stellt das Projekt die „Pallenberg Dias – ein illustriertes VR-Erlebnis her“. Geplant ist die Einrichtung einer VR-Station, mithilfe derer Museumsbesucher*innen in das Atelier und die Arbeitswelt des Tierbildhauers Josef Pallenberg eintauchen können. Dessen Schaffen ist auf 863 Glasdias dokumentiert, die vom Aquazoo Löbbecke Museum digitalisiert wurden. Die Stipendiatin setzt auf die sich gegenseitig verstärkenden Effekte von Zeichnung und VR – ein durchaus experimenteller Ansatz, dem die Jury gefolgt ist.

Die Stipendien umfassen die finanzielle Unterstützung zum Lebensunterhalt über einen Zeitraum von drei Monaten und ermöglichen zudem die Teilnahme an einer Reihe von teils standardisierten, teils für die Projektentwicklung maßgenschneiderten Coachings. Letztere dienen dazu, den Stipendiat*innen weitere Fähigkeiten und Kompetenzen zum Voranbringen ihrer Projekte zu vermitteln.

Gefördert im Programm Kultur Digital der Kulturstiftung des Bundes. Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Weitere Artikel