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Symbolbilder der beiden durch Stipendien unterstützten Projekte
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Namensnennung
Coding da Vinci
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Lizenz

Die Stipendienprojekte von Coding da Vinci Schleswig-Holstein stehen fest

Auch in diesem Sommer fanden alle vier der halbjährlich, jeweils nach den regionalen Kulturdaten-Hackathons zu vergebenden Stipendienplätze würdige Abnehmer*innen. Die Favoriten der Expert*innenjury sind die Website über die Entstehung der Nord-Ostsee-Kanals "Schaufel und Schweiß" sowie die Augmented Reality-Anwendung "Historischer Kleiderschrank". 

Schon während des Hackathons zeigte sich das große Potenzial, das im Projekt Historischer Kleiderschrank steckt. Bereits drei Kulturinstitutionen haben ihr Interesse an der Weiterentwicklung und dem Einsatz der Anwendung bekundet und Unterstützung bei der Ausarbeitung angeboten. Die App stellt historische Kleidungsstücke vor und gibt den Betrachter*innen die Möglichkeit, die Moden vergangener Zeiten virtuell anzuprobieren. Dabei können Fotos entstehen, die zum Teilen geeignet sind, und so das angesprochene Publikum für die digitalen Exponate noch erweitern.

Schaufel und Schweiß erzählt die Geschichte des Baus des Nord-Ostsee-Kanals aus Sicht einzelner Arbeiter. Die kurzen Berichte – auf Hochdeutsch geschrieben und auf Platt anzuhören – sind jeweils mit einem hochauflösenden, aussagekräftigen Foto und ergänzenden Informationen versehen. Die Website ist künstlerisch so ansprechend und textlich so kurzweilig gestaltet, dass man sich ohne Umschweife gern bis zur letzten Arbeitererzählung durchscrollt. Vor diesem Hintergrund erscheint der Plan, die Website so zu optimieren, dass sie im Schulunterricht zum Einsatz kommen kann, sehr realistisch. 

Die dreiköpfige Jury zur Auswahl der Projektideen, die im Rahmen eines Stipendiums weiterentwickelt werden können, setzt sich bei jedem Regional-Hackathon mit wechselnden Expert*innnen aus der Open Data- und Kulturdatenszene zusammen. Bei Coding da Vinci Schleswig-Holstein 2021 konnten dafür gewonnen werden: 

  • Etta Grotrian: Die Historikerin besetzt seit 2018 im Übersee-Museum Bremen die Stabsstelle für die Umsetzung der Digitalen Strategie. Seit inzwischen 20 Jahren beschäftigt sie sich beruflich mit digitaler Wissensorganisation und digitaler Wissensvermittlung im Museum.
  • Jens Ohlig: Liebt Wissen und Daten. Er hat unter anderem acht Jahre am Projekt Wikidata gearbeitet, um eine freie Wissensdatenbank für die Summe des Weltwissens aufzubauen.
  • Alexander Ohrt: Mitbegründer von opencampus.sh, begleitet und vernetzt Neugierige, die sich auf den Weg machen, ihren eigenen Bildungsweg zu gestalten.
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Screenshot der Online-Jurysitzung
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Die Stipendien laufen über einen Zeitraum von drei Monaten und beinhalten eine finanzielle Unterstützung zum Lebensunterhalt während dieser Zeit sowie eine Reihe an Coachings und Workshops. Letztere dienen dazu, den Stipendiat*innen zusätzliche, individuell abgestimmte Fähigkeiten und Kompetenzen zur Weiterentwicklung des im Rahmen des Hackathons entstandenen Prototypen zu vermitteln. 

Die Coding da Vinci-Stipendien werden im Programm Kultur Digital von der Kulturstiftung des Bundes gefördert.

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