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Kombination der Logos von FabSeal und Plantala
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Namensnennung
Coding da Vinci, Joana Bergsiek, Anne Mühlich
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Die Stipendiengewinner Niedersachsen 2020 stehen fest

"FabSeal" und "Plantala" sind die Projekte aus dem Hackathon Coding da Vinci Niedersachsen 2020, die nun jeweils zwei der insgesamt vier Stipendien für die Weiterentwicklung ihrer Anwendungen zugesprochen bekommen haben. 

Überzeugt hat das sechsköpfige Projektteam von "FabSeal" mit einer Webanwendung, die es die Nutzer*innen ermöglicht, die historischen Lacksiegel aus der Sammlung Paul Arnold Grun mit dem 3D-Drucker oder Lasercutter nachzubauen. Anhand nur eines digitalen Fotos kann so eine detailgetreue physische Kopie des Originalsiegels entstehen. Im Rahmen des Stipendiums sollen die Algorithmen erweitert werden und eine Website mit genauen Arbeitsanleitungen entstehen. Zudem will das Team Möglichkeiten der Übertragbarkeit auf andere Objekte und Daten ausloten und durch eigene Workshops neue Zielgruppen für die Auseinandersetzung mit historischen Exponaten erschließen. 

"Plantala" setzt auf die entspannende Kraft des kreativen Arbeitens mit digitalen Bildelementen aus botanischen Zeichnungen. Die Nutzer*innen bedienen sich aus einer Komponentenbibliothek, um ein ästhetisch ansprechendes Mandala zu gestalten. Mithilfe der Webanwendung können die Ausschnitte in Größe, Rotation, Anzahl und Position verändert und angepasst werden. Das verwendete Datenset  basiert auf den Lehrtafeln der Uni Göttingen. Bei aller Entspannung können die Anwender*innen Informationen über die verwendeten Pflanzenstrukturen nachlesen. Die Stipendien sehen die Weiterentwicklung der Software, die Übertragbarkeit des Prototyps auf weitere Daten und die Einrichtung einer Medienstation vor. 

Das Urteil der Juror*innen war einhellig darin, dass beide Projekte über ein hohes Erfolgspotenzial in der Verbreitung ihrer Anwendungen verfügen. Beide sprechen die Sinne der Nutzer*innen in besonderem Maße an: Bei "'FabSeal" ist es die buchstäbliche "Begreifbarkeit" der Objekte, bei "Plantala" nähert man sich der Sammlung spielerisch, eigenständig und kreativ. Von den Workshops zur Herstellung der Siegel und der Einrichtung einer Medienstation zum Gestaltung und Ausdrucken der Plantalas verspricht sich die Jury zudem einen positiven Effekt auf die Sichtbarkeit des digitalen Kulturerbes.

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Bild von der virtuellen Stipendien-Jurysitzung Coding da Vinci Niedersachsen 2020 mit Barbara Thiele, Kristina Gerigk und Matthias Müller-Prove
Die Stipendien-Jury von Coding da Vinci Niedersachsen 2020: Barbara Thiele, Kristina Gerigk und Matthias Müller-Prove
Namensnennung
Coding da Vinci
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Lizenz

Die Jury setzt sich nach jedem Hackathon neu zusammen. Dieses Mal entschieden folgende Expert*innen über die Vergabe: 

Barbara Thiele, seit 2016 Leiterin des Bereichs Digital & Publishing im Jüdischen Museum Berlin. Gemeinsam mit ihrem Team verantwortet sie Planung, Steuerung und Koordination des digitalen Wandels des Hauses sowie die Museumspublikationen. Zuvor war sie Geschäftsführerin eines Start-ups im Self-Publishing-Bereich.

Kristina Gerigk, studierte Kunstgeschichte, Geschichte und Historischen Ethnologie in Frankfurt a.M. sowie des Kulturmanagements in Bremen, danach diverse Praktika in Museen und Volontärin an den städtischen Museen Oldenburg sowie freiberufliche tätig für das Stadtmuseum Oldenburg. Mit einer Zwischenstation in Marketing und Kommunikation im Digitalbereich ist sie aktuell als Senior Project Managerin für OmniBot tätig (ein Unternehmen, das auf Basis von KI Sprachassistenten und Chatbots entwickelt).

Matthias Müller-Prove (Dipl.-Inform.), freier Interaktionsdesigner und Gründer des Chrono Research Lab, in dem vielfach den Zugang zu Coding da Vinci- und weiteren openGLAM-Datensätzen gestaltet wird.

Die Coding da Vinci-Stipendien werden im Programm Kultur Digital von der Kulturstiftung des Bundes gefördert.

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