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Jo Enzweiler, Platzgestaltung Malstatter Markt, 1983, Maßstab-Modell 1:10, Holz, 80 x 160 x 8 cm
Jo Enzweiler, Platzgestaltung Malstatter Markt, 1983, Maßstab-Modell 1:10, Holz, 80 x 160 x 8 cm
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Namensnennung
Jo Enzweiler
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Aus "Horizonte" wird "How To: Spiele zur Kunst"

Im Rahmen von zwei Coding da Vinci-Stipendien arbeitet das Team von "How To: Spiele zur Kunst" mit Hochdruck an der Fertigstellung eines neuen Frameworks für ihre ambitionierte Kunstvermittlungs-App. Denn was als "Horizonte" bei Coding da Vinci Saar-Lor-Lux 2020 begann, ist nun eine aufwendig gestaltete Konzept-Anwendung, die allen experimentierfreudigen Museen der bildenden Kunst erlaubt, das Schaffen der von ihnen ausgestellten Künstler*innen auf sehr zeitgemäße Weise an ein junges und jung gebliebenes Publikum zu vermitteln.

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Darstellung von acht Smartphone-Bildschirmen im lila-grauen Design der How-to-App.
Namensnennung
C. Grözinger, N. Jäger, S. Kraemer, K. Rempel
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Adaption auf verschiedene Künstler*innen möglich

Widmete sich "Horizonte" als individuell gestalteter Prototyp noch der spielerischen Annäherung an die Kunst Jo Enzweilers, so erlaubt die Nachfolgeanwendung die Einbettung unterschiedlicher Inhalte in einen zurückhaltenden, fest strukturierten Rahmen. Und so heißt die "neue" App jetzt auch "How To: Spiele zur Kunst". Im Untertitel erscheint der Name der Künstlerin oder des Künstlers der entsprechenden "How to"-Edition. 

Damit ist das Team bestehend aus den Entwicklerinnen Katja Rempel und Catharina Grözinger sowie den Kunstwissenschaftlerinnen Nina Jäger und Sandra Kraemer schon jetzt einen großen Schritt in Richtung "Proof of Concept" gekommen, denn das Ziel ihres Stipendiums ist, ein technisch wie gestalterisch wiederverwendbares Framework zu schaffen, das zur Vermittlung verschiedener Kunstgattungen und Künstler*innen dienen kann.

In diesem Zwischenbericht geben die vier Stipendiatinnen einen Einblick in ihre Arbeit (PDF).

Kunsttechniken selbst spielerisch erproben

Erprobt hat das Team die aktuelle Version von  "How To: Spiele zur Kunst" mit Unterstützung des Saarlandmuseums und des Instituts für aktuelle Kunst im Saarland, wo das Projektteam auf die Werke und die gesammelten Informationen rund um die Fotografin Monika von Boch Zugriff nehmen durfte. Entstanden ist eine technisch versierte und inhaltlich anspruchsvolle Auseinandersetzung vor allem damit "Wie" die Künstlerin mit ihrem Material gearbeitet hat. Dieses "How to" können  die Nutzer*innen der App aktiv nachvollziehen, zum Beispiel indem sie selbst fotografieren und diese Fotos mit bewusst von den Entwicklerinnen ausgewählten Mitteln bearbeiten. So wie es Monika von Boch getan haben könnte. 

In Ablauf und Rahmengestaltung stellt sich "How To: Spiele zu Kunst" zurückhaltend dar. Die Gestaltung soll Raum für die Kunstwerke lassen, die bei der App im Mittelpunkt stehen. Der Ablauf beginnt mit dem Launchscreen, auf dem Zufallsmotive erscheinen, dann folgt eine allgemeine Einführung zur App, danach erscheint ein Menü als Einstieg zu den einzelnen Spielen. Die Spiele sind thematischen Schwerpunkten zugeordnet und beginnen mit einer einführenden Frage, auf die als Antwort ein Künstler*innenzitat folgt. Dann geht es zum Spiel, mit welchem das jeweilige Thema "erspielt" wird, am Ende  bietet sich die Werkbeschreibung des "bespielten" Kunstwerks zum Nachlesen an. 

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