Arbeitssicherheit und Arbeitsschutz

Montanhistorisches Dokumentationszentrum
Montanhistorisches Dokumentationszentrum (montan.dok) beim Deutschen Bergbau-Museum Bochum
Objekttyp
  • Bild
    • Foto eines 3D Sammlungsobjektes
    • Scan eines Fotos

Das Deutsche Bergbaumuseum stellt eine Auswahl an digitalen Fotografien bereit, die historische Objekte der Arbeitssicherheit und Arbeitsschutz im Bergbau dokumentieren.

Die Bergarbeit war aufgrund der Gegebenheiten lange Zeit besonders risikoreich. Das zeigen zahlreiche Unglücke und Unfälle, aber auch häufige Erkrankungen der Bergleute. Gerade in der Anfangszeit des Bergbaus waren viele Beschäftigte schon in jungem Alter als Berginvaliden arbeits- und berufsunfähig. Erst seit etwa den 1930er Jahren erkannten die Arbeitgeber den Wert gesunder und damit leistungsfähiger Bergleute für die Unternehmen, und so erlangte die Gesundheitsvorsorge zunehmende Bedeutung. Sie betraf unterschiedliche Bereiche wie die Vermeidung und Bekämpfung von Staub (Staublunge) oder den Schutz vor Maschinenlärm. Zudem richtete sie sich auf die Hygiene unter Tage und das Problem von Hautkrankheiten durch die feuchtwarme Luft verbunden mit dem intensiven Waschen nach langen Arbeitstagen. Eine präventive Maßnahme zur Unfallverhütung war die persönliche Schutzausrüstung, wie sie seit den 1970er Jahren im deutschen Steinkohlenbergbau zum Einsatz kam. Jahrhundertelang hatte man im Bergbau die Erfahrung gemacht, dass Bergleute durch „verdorbene Luft oder giftige Schwaden“ unter Tage zu Tode kamen. Das Deutsche Bergbau-Museum Bochum besitzt heute eine wohl einmalige Sammlung von Atemschutzausrüstungen, die von modernen Modellen bis in die Anfangszeit dieser Gerätetechnik um 1880 zurückführt.

Eine weitere bergbauspezifische Objektgattung sind die Versorgungs- und Rettungskapseln, mit denen Bergleute, denen der Weg zurück zur Oberfläche versperrt war, durch spezielle Bohrungen notwendige Verpflegung erhielten und geborgen wurden. Besondere Bekanntheit erlangte eine solche Rettungskapsel als „Dahlbuschbombe“, mit der die Rettung von elf eingeschlossenen Bergleuten 14 Tage nach dem Grubenunglück von Lengede aus der niedersächsischen Eisenerzgrube Mathilde im Jahr 1963 gelang.

Präsentation des Datensets beim Kick-Off von Coding da Vinci Westfalen-Ruhrgebiet 2019: PDF

Datenset-Typ
Einzelnes Datenset
Thema
Geschichte und Geografie
Gesellschaft und Alltagsleben
Technik und Wissenschaft
Schlagworte
Arbeit
Bergbau
Gesundheit
Hygiene
Rettung
Schutz
Mediendateien
Gesamtgröße der Mediendateien:‏‏‎ ‎
4,20
GB
Dateitypen
jpg
Lizenz
Metadaten
Enthält das Datenset Georeferenzen?
Nein
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Zugriffsmodus
Speicherabzug zum Download (z.B. auf dem Coding da Vinci-Server)
Mit diesem Datensatz erstellte Projekte