Sorben in der Lausitz 1884

Sorbisches Institut Bautzen e.V.
Veranstaltung

Während der bürgerlichen Modernisierung im 19. Jahrhundert wurden Bevölkerungsstatistiken seitens des deutschen Staates gern herangezogen, um die Germanisierungspolitik zu kaschieren oder als ethnische Selbstauflösung darzustellen. Dem wurden von sorbischer Seite eigene Untersuchungen entgegengesetzt. In den 1880er-Jahren ermittelte Arnošt Muka (Ernst Muka/ Ernst Mucke, 1854-1932) während seiner Wanderungen durch beide Lausitzen eine Statistik der Sorben. Sie wurde 1886 in der Zeitschrift „Časopis Maćicy Serbskeje“ publiziert. Die Erhebung spiegelt das gesamte damalige Leben der Sorben wider und war seinerzeit die genaueste Darstellung der Verhältnisse, wodurch sie im In- und Ausland viel Beachtung fand. Sie beinhaltet nicht nur statistische Daten, sondern auch Beschreibungen zur materiellen Volkskultur wie etwa der Bauweise oder den Trachten. Muka erfasste die Bevölkerungszahlen für die einzelnen Dörfer, geordnet nach Kirchgemeinden in der Ober- und Niederlausitz.

In der vorliegenden Tabelle sind die Orte alphabetisch geordnet nach dem sorbischen Namen mit der jeweiligen deutschen Entsprechung. Angefügt wurden die Geokoordinaten und die absolute und prozentuale Aufteilung zwischen sorbisch- und deutschsprachiger Bevölkerung.

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Statistik
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Sorben
Muka
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