Projekte



Im Rahmen von Coding da Vinci haben die Teilnehmer/innen in Zusammenarbeit mit den Kulturinstitutionen Projekte entwickelt und diese bei der Preisverleihung vorgestellt. Alle Informationen zu den Projekten haben wir hier gelistet.

past forward

Am Anfang war ein Datensatz: 22 sehr unterschiedliche Stummfilme und Tonbilder aus der Zeit von 1897 bis ca. 1922, die vom Deutschen Filminstitut digitalisiert und erschlossen worden sind. Dazu kam ein Flashback aus Kindertagen: Romane, bei denen man selbst entscheiden kann, wie es weitergeht. Dann der Austausch über die gemeinsame Erfahrung, dass eine filmische Dokumentation - aus verschiedenen Perspektiven illustriert - einen besonders lebendigen und tieferen Eindruck einer geschichtlichen Epoche erzeugen kann. Aus diesen Elementen, dem knackigen Titel „past forward“ und ein wenig kreativer Fleißarbeit entstand das vorliegende Projekt.

Wir (Nadine, Jana, Anne und Gerd) wollten dabei vor allem eins: die Geschichte nicht nur anschaubar, sondern auch erlebbar machen. Indem die Nutzerinnen und Nutzer selbst Entscheidungen treffen und dabei ihre individuelle Sicht auf die Vergangenheit konstruieren, entsteht die persönliche Verbindung mit der Zeit.

Uns vier einte unser Interesse für die Geschichte und die Motivation, Menschen spielerisch an diese Epoche und an den frühen Film heranzuführen. Das aufwändig digitalisierte und erschlossene Archivgut bot uns jetzt die Möglichkeit dazu. Im Hintergrund eröffnet sich auch die Frage, ob es eine neutrale, objektive Perspektive geben kann. Unser Projekt stellt dies offensiv und mit einem Augenzwinkern infrage.

„Past forward“ ist eine Webanwendung, die auf dem Javascript-Framework React basiert. Die bereitgestellten Filme unterschiedlicher Länge wurden in knackigen Ausschnitten auf den Punkt gebracht und ein Netz von originellen, witzigen, kritischen und thematischen Verknüpfungen gebildet. Die dabei im Datenformat JSON manifestierten Strukturen wurden mittels eines eigens entwickelten Tools als Graph visualisiert, um während des Arbeitsprozesses die gleichmäßige Verknüpfungsdichte des Netzes zu kontrollieren.

Zu finden auf:

Datengrundlage:

Krieg und Alltag in Deutschland – Filme zur Lage der Nation vor 100 Jahren

Team:

Gerd Müller

Anne Mühlich

Nadine Raddatz

Jana Hentschke

Alle Projekte Rhein-Main 2018

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