Coding da Vinci Nord: ein nachhaltiger Erfolg

Coding da Vinci Nord

Unser Kulturhackathon Coding da Vinci Nord war am 17. und 18. September letzten Jahres mit über 100 Teilnehmer/innen in Hamburg fulminant gestartet. In den zwei Tagen des Kick-Offs erarbeiteten sie 23 Projektideen, die sie mit in den anschließenden sechswöchigen Entwicklungssprint nahmen. Bei der Abschlussveranstaltung im voll besetzten resonanzraum in Hamburg am 6. November präsentierten sie schließlich vor über 150 Gästen insgesamt 17 Projekte. Sie konnten anschließend von den Besucher/innen auf dem „Marktplatz“ direkt ausprobiert werden, bevor fünf von ihnen als besonders herausragend ausgezeichnet wurden.

Mit der Preisverleihung war der Kulturhackathon mit großem Erfolg offiziell geendet. So ist es auch auf unserer Website und im gerade erschienenen Projektbericht zu lesen. Doch wie die letzten Wochen gezeigt haben, wirken seine wunderbaren Ergebnisse weit über den offiziellen Abschlusstermin hinaus.

Die Teams von Coding da Vinci Nord verfolgen ihre Ideen auch nach dem Event weiter, davon konnte man sich zum Beispiel am 3. März beim ersten FORUM Offene Stadt in Hamburg überzeugen. Die Teams von Zeitblick, kollekTOURmat, Klang der Sterne, Sound of Sails und Chronoscope stellten dort ihre Projekte aus und diskutierten mit Interessierten darüber, wie mit offenen Daten die digitale Stadt gemeinschaftlich gestaltet werden kann – auch mit offenen Kulturdaten.

Das Engagement der Teams und das öffentliche Interesse an Coding da Vinci Nord hinterließ auch bei den teilnehmenden Kulturinstitutionen einen bleibenden Eindruck. Sie stehen weiter in direktem Kontakt mit den Projekten, für die sie ihre Daten zum Teil erstmalig zur Verfügung gestellt haben.

Mehr über die Projekte kann man bei diesen Gelegenheiten erfahren:

  • Über den kollekTOURmat wird ein Beitrag am 19. März im NDR in der Sendung Rund um den Michel berichten (18:00 bis 18:45 Uhr; anschließend in der Mediathek)
  • Zur Langen Nacht der Museen in Hamburg am 22. April hat die Stiftung Historische Mussen Hamburg die Gewinner der Auszeichnung „technical achievement“, Sound of Sails, zu ihrem Datengeber ins Altonaer Museum eingeladen.
  • Zeitblick wird ihre App (iOS, Android) und deren Entwicklung am 22. April auf der Internet Week in Aarhus, der diesjährigen europäischen Kulturhauptstadt, vorstellen.

Zwei weitere Beispiele zeigen, wie an den Projekten weitergearbeitet wird:

  • Die Webapp Chronoscope hat gerade Version 2.0 erreicht (Informationen). Einen konkreten Anwendungsfall zeigt der Entwickler auf seiner Website am Beispiel des internationalen Forschungsprojekts MarineLives.
  • KENOM arbeitet an einer öffentlichen API zu ihrer virtuellen Münzsammlung, für die das Münz-Memory ein erstes Anwendungsbeispiel werden soll.

Dies sind nur einige Beispiele dafür, welche Wirkung die freie Verfügbarkeit von Kulturdaten entfaltet und auf welche Weisen Kulturinstitutionen sich mit neuen Zielgruppen vernetzen können. Und auch in den Communities zeigt Coding da Vinci Nord Wirkung: Bei Code for Hamburg sind offene Kulturdaten nun fester Bestandteil des Programms, immer häufiger kommen an diesem Thema Interessierte zu den regelmäßigen Treffen; es werden ganz neue Personenkreise mit Open Data erreicht.

Diese Ergebnisse und Erfahrungen werden deshalb auch die Grundlage für einen Workshop am 21. April, Building Bridges between Cultural Institutions and Tech Communities: A Collaborative Handbook, bei der internationalen Fachkonferenz Sharing is Caring Hamburg X 2017 (Auftakt 20.4.) bilden.

Dies alles zeigt: Für alle Beteiligten, die Teams mit ihren großartigen Apps, die vorbildlich engagierten datengebenden Kulturinstitutionen, und auch für seine Veranstalter ist Coding da Vinci Nord noch lange nicht beendet.

Im Gegenteil, wir haben gerade erst angefangen.